041: Warum du kein Präsentationstraining brauchst

041: Warum du kein Präsentationstraining brauchst

In dieser Folge bin ich ganz ehrlich zu dir: du brauchst kein Präsentationstraining. Wirklich!

Zumindest manchmal! Warum ich das denke und mir damit als Auftrittscoach vielleicht ins eigene Fleisch schneide, erzähl ich dir in dieser Folge.

Und ich gebe dir die Erlaubnis schon jetzt, unfertig und ohne Präsentationstraining tolle Präsentationen und Reden zu halten!

In dieser Folge erfährst du: ALLES RUND UM PRÄSENTATIONSTRAININGS

  • welche Ebenen es in der Zusammenarbeit eines Präsentationstrainings gibt
  • warum ich davon überzeugt bin, dass du sofort und ohne Präsentationstraining auf deiner Bühne lossprechen kannst
  • wieso manche Menschen für eine Erlaubnis zahlen (und warum du dir dein Geld sparen kannst)
  • wieso du mich und andere Sprechtrainer*innen eigentlich nicht brauchst
  • wann ein Präsentationstraining doch Sinn machen kann

Die Shownotes zur Folge:

Robert Dilts Logische Ebenen zum detaillierten Nachlesen

Für Leseliebhaber - die Inhalte als Blogartikel: 

Warum du Präsentationstrainings wirklich nicht brauchst (und du dir dein Geld sparen kannst)

Hallo und willkommen bei Zeig dich und sprich! Heute bin ich ganz ehrlich zu dir. 

Bis zu einem Drittel aller Menschen, die zur gemeinsamen Arbeit zu mir kommt, brauchen mich gar nicht. Das habe ich allerdings erst kürzlich - also nach fast 20 Jahren mit dieser Arbeit - begriffen.

Neulich in einem Kurs haben wir für jeden Teilnehmer einen rhetorischen Komplettcheck gemacht. Jeder wurde einmal in den Fokus gestellt und er oder sie bekam ein detailliertes Feedback zu allen Stärken, dem USP als Sprecher*in und so weiter. Aber es gab auch Hinweise und Ideen für Entwicklungen in der Zukunft. 

Und dann gab es diesen einen Teilnehmer. Der hat mich vor ein großes, großes Rätsel gestellt. Was nur sollte ich ihm mitgeben für sein zukünftiges Sprechen? Ich fand einfach alles schon – und Achtung jetzt benutze ich dieses Wort – perfekt. Ich war wirklich ideenlos!

Er hatte eine aufrichtige zugewandte Körpersprache, eine Stimme, die angenehmes Prickeln im Ohr hinterlässt, ein einnehmendes Wesen, einen tollen Einstieg, ein Schluss, der auf den Punkt kommt u.v.a.m.

Ich habe mich wirklich unter Druck gefühlt und dachte: "Mensch Steffi, wo ist dein analytisches Wesen, da muss doch was sein, was du ihm rückmelden kannst!" Doch dann hatte ich diese Eingebung und der bin ich gefolgt. 

Ich hab noch mal nachgefragt: Warum bist du hier in diesem Kurs? Warum bist du wirklich hier?

Und das was ich da gelernt habe, teile ich hier nun mit dir. 

Ebenen der Zusammenarbeit in einem Präsentationstraining

Wenn Interessenten und Interessentinnen auf mich zu kommen und sich für die gemeinsame Arbeit an Präsentation und Auftritt interessieren, haben sie unterschiedliche Anliegen. 

Wenn ich diese Anliegen einteile, ergeben sich mehrere Ebenen, an denen Menschen mit mir arbeiten wollen: Die stelle ich dir jetzt vor und sage dir auch meine ehrliche Einschätzung warum, du mich manchmal eigentlich gar nicht brauchst und du dir dein Geld sparen kannst. Bzw. hey, das trifft natürlich auf jeden anderen Anbieter von Sprechcoachings und Präsentationstrainings zu. Die brauchst du auch nicht! 

Ich habe dem das Konzept der logischen Ebenen von Robert Dilts aus dem NLP mal zugrunde gelegt. Mehr dazu findest du hier.

Ebene Fähigkeiten: Was kann ich?

Manchen geht es darum ein paar Skills also Fähigkeiten zu lernen, wie z.B. dass die Stimme gut sitzt oder tiefer klingt, wie man gute Einstiege in Reden macht, die Fähigkeit, die Hände gut einzusetzen usw. 

Verhaltensebene: Was tue ich?

Manchen geht es darum, sich auf einen spezifischen Auftritt vorzubereiten. Die suchen dann entweder einen Sparringpartner, mit dem sie gemeinsam alles besprechen können. Oder sie suchen eine Art Personal Trainer, der sie dabei unterstützt, den inneren Schweinehund zu überwinden und sich eben nicht erst am Abend vorher an ihre Präsentation zu setzen sondern jetzt schon etwas zu tun. Manche suchen auch beides.

Ebene Identität: Wer bin ich?

Andere wünschen Feedback auf ihre Performance, eine Videoanalyse u.ä. um ihre Rolle als Speaker und Präsentator zu reflektieren. Oder sie wollen ihr neues ich, was auftritt, entdecken. Ihre Scheu vorm Auftritt ablegen. In die Sichtbarkeit und ins Licht treten. Der inneren Transformation, die die Selbstständigkeit oder berufliche Entwicklung mit sich gebracht hat, einen neuen Ausdruck geben. Vieles ist hier denkbar. 

Da spielt für mich zudem eine weitere Ebene rein, die Robert Dilts in seinem Modell allerdings von dieser hier trennt. In meiner praktischen Arbeit in Präsentationstrainings kann ich das allerdings gar nicht voneinander trennen. 

Ebene Überzeugungen und Werte: Was denke ich? Was glaube ich?

Diese Ebene berührt Themen wie z.B. Was denke ich über mich: Wer bin ich? Wie ist mein Selbstbild? Diese Menschen wünschen sich einschränkende Muster auf einen Auftritt und ihre Rolle zu lösen. Daran arbeite ich auch mit denen, aber wie gesagt, es ist für mich von der Ebene der Identität, sprich der Frage Wer bin ich? praktisch nicht zu trennen.


Bei Robert Dilts gibt es weitere Ebenen, die in der Praxis für mich nur marginal relevant sind bzw. in andere eingreifen, so dass ich diese hier nicht aufführe. 

Und generell gibt es natürlich eine Menge Anliegen, die recht bunt sind und inhaltlich variieren. Auch arbeiten wir in der Praxis ganz klar oft auf mehreren Ebenen. Die durchmischen sich und wir schnappen uns eben den ersten Faden, der sich zeigt und landen manchmal woanders. Zumindest, wenn ich den Auftrag dafür bekommen habe.

Aber es gibt eine Besonderheit, die ist mir klar geworden.

Und zu der sage ich ganz klar: Du brauchst dafür kein Präsentationstraining oder -coaching!

Was meine ich:

Es gibt einige Menschen, die kommen nur aus einem einzigen Grund ins Präsentationstraining: Sie wollen die Erlaubnis bekommen von mir. Die Erlaubnis zu präsentieren. Die Erlaubnis jetzt schon erfolgreich zu präsentieren.

Diese Menschen müssen Geld ausgeben, nicht weil sie nicht gut sind und was lernen müssen oder wollen, sondern um das Gefühl zu haben, dass sie was investiert haben und damit die Berechtigung haben, es zu tun und vielleicht noch damit Erfolg zu haben. Es darf nicht leicht sein.

Und diese Menschen brauchen die äußere Instanz, die Autorität sag ich mal überspitzt, die erlaubt, dass sie schon etwas können. Oder eben das Zertifikat, wo drauf steht: das hab ich ja gelernt, jetzt darf und kann ich es. 

Das sind natürlich Muster.

Und ja, ich lass mich auch gern dafür bezahlen, dir Gehör und meine Präsenz zu schenken, dir ein Stück Papier auszustellen, da zu sein und dir einfach Wertschätzung entgegen zu bringen. 

Und ja, das fiel mir in der Vergangenheit schwer, weil natürlich auch ich da den ein oder anderen Glaubenssatz habe, der mir nicht zugestand, dass meine Arbeit leicht sein darf und manchmal nur darin besteht ein Spiegel oder präsentes Gegenüber zu sein. Aber ich bessere mich 😊 Und das wünsche ich mir auch für dich!

Diese Besonderheit ist auch auf der Ebene von Überzeugungen anzusetzen: Es ist die Überzeugung ohne die Erlaubnis im Außen sei der Vortrag nichts wert. Erst das Sprecher-Diplom macht einen vollwertig!!!??? Ist das so? Ich denke nein!

Warum ich glaube, dass du kein Präsentationstraining brauchst

Aber in Wahrheit kannst du dir, diese Erlaubnis selbst gaben. Du brauchst sie gar nicht von Außen bekommen. Irgendjemand hat sich halt mal dieses Sprecher-Diplom ausgedacht. Aber sind wir ehrlich, wir können oder könnten zumindest alle auch ohne dieses Diplom sprechen. Und sogar schön sprechen. Schön für die passende Zielgruppe. 

Das Leben, die Natur, deine Eltern, Gott – was auch immer du einsetzen magst – hat dir eine Stimme geschenkt. Du kannst sie schon jetzt nutzen oder erheben!

Wenn es dein Thema ist, sprich doch mal folgenden Satz nach:

„Ich erlaube mir, schon jetzt einen tollen und begeisternden Vortrag zu halten.“

Oder pass den Satz an, wie es für dich passt: Zum Beispiel so:

„Ich erlaube mir, die kompetente erwachsene Frau/ der kompetente erwachsene Mann zu sein, die oder der alle Fähigkeiten hat, eine berührende Präsentation zu halten.“

Mach, das es für dich passt. Aber sprich diesen Satz mal laut aus.

Wenn du da ne Blockade hast, dann komm gern zu mir, ich lös die gerne mit dir auf. Das geht in der Regel recht schnell.

Aber ich glaube eben: du brauchst keine äußere Instanz. Du darfst dir das schon jetzt selbst erlauben. 


Fazit:

Bevor du ein Präsentationstraining oder Coaching für dich buchst, solltest du dir über dein wahres Motiv klar werden:

Willst du einen Prozessbegleiter in deiner persönlichen Entwicklung und/ oder für deinen Vortrag?

Willst du pure Skills lernen? Wie den guten Einsatz deiner Stimme?

Willst du beides?

Oder

Willst du eine Absolution? Willst du meinen Segen? Eine Erlaubnis von Außen?

Ganz abgesehen davon, dass der Weg dahin auch ein Prozess sein kann und es manchmal einige Sessions der Zusammenarbeit braucht, das überhaupt rauszufinden. Abgesehen davon, ganz ehrlich, kannst du dir das Geld sparen.

Achtung. Ich mach‘s jetzt ganz feierlich:

Tatata:

Ich, Steffi Schwarzack, ausgebildete Diplom-Sprechwissenschaftlerin, gebe dir hiermit jetzt die Erlaubnis, auf deine Bühne gehen zu dürfen, deine Stimme zu erheben und vor Menschen zu sprechen. Und ich erlaube dir, dass du das schon jetzt, unfertig und ohne Präsentationstraining toll meisterst!

Dadada!

So jetzt hast du die Erlaubnis.

Spar dir das Geld, spende es, mach was Schönes mit deinen Kindern/ deinem Partner oder hey, natürlich, buch einen tiefen transformierenden Prozess in Form eines Präsentationscoachings mit mir, was nicht nur die Oberfläche berührt, sondern dich und deine zukünftigen Hörer*innen bewegt.

Aber wenn du nur die Erlaubnis brauchst, die Erlaubnis von Außen, dann erlaub es dir selbst jetzt, verlagere die Verantwortung nicht weiter nach Außen an einen anderen Menschen.

Das ist meine zutiefst und ehrlich gemeinte Haltung dazu – auch wenn das heißt, dass du mich jetzt vielleicht nicht buchen wirst 😉

Du darfst jetzt schon Präsentationen halten. Ohne einen Coach. Und du darfst jetzt schon erfolgreich tun!

Wie siehst du das? Komm gern mit mir dazu ins Gespräch. Schreib mir an info@steffischwarzack.de

Empfiehl mich gern weiter an andere, die mich wirklich brauchen, genieß dein Leben und klar: zeig dich und sprich! Jetzt schon!

Deine Steffi

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Wer ist Steffi Schwarzack?

Ich bin Steffi und unterstütze UnternehmerInnen & Führungskräfte bei ihren Auftritten.

Meine KundInnen haben eine Mission und wollen mit einem innen wichtigen Thema mehr Menschen erreichen. Sie wollen wirklich berühren und bewegen, statt nur die Show einer Rampensau abzuziehen. Sprechen ist ihr Mittel zum Zweck nicht das Ziel.

Gemeinsam erarbeiten wir ihre  Auftrittsstrategie von der Idee bis hin zur wirkungsvollen Performance.

Seit über 20 Jahren arbeite ich mit Menschen an deren Auftritt, Stimme und Wirkung. Mein Herz schlägt für die stillen Leidenschaftlichen, die viel zu geben haben, sich aber noch zurückhalten. Das Motto dabei: zeig dich und sprich! Denn die Welt braucht deine Stimme!

Dein Kontakt zu mir

Steffi Schwarzack

Büro: Hansastraße 108, 81373 München

Arbeitsräume: Oasenraum Kobellstraße 2, 80336 München

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fest: 089 72669208

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